Richtig gedämmt - Energieverbrauch gesenkt

Richtig gedämmt - Energieverbrauch gesenkt

Der ständig steigende Energieverbrauch belastet unsere Umwelt. Es gibt jedoch eine höchst unangenehme Weise den Verbrauch an Energie in Privathaushalten zu senken: bei niedrigen Außentemperaturen frierend in der Wohnung sitzen, verschmutze Kleidung tragen oder auch nur noch mit geschlossenen Deckeln kochen. Doch wer möchte das schon – nicht einmal der Umwelt zuliebe?!

 

Allerdings können insbesondere Eigenheimbesitzer das Sparpotential des Hauses ausnutzen, ohne eine Einschränkung des Wohnkomforts. Das Schlüsselwort dabei ist eine energetische Modernisierung, durch die die laufenden Kosten drastisch gesenkt werden können (Wärmedämmung, Heizkessel mit geringem Verbrauch). Das deutsche Durchschnittshaus ist zwischen 40 und 60 Jahre alt und verbraucht etwa 200 Kilowattstunden, was in etwa 20 Litern Heizöl- Verbrauch entspricht, an Heizenergie pro Quadratmeter im Jahr. Bei Neubauten darf diese Zahl höchstens die Hälfte betragen. 87 Prozent des Energieverbrauchs liegen im Wärme- und Warmwasserbereich, der Rest ergibt sich aus dem Kochen, den Elektrogeräten und der Beleuchtung.

 

Kleinere Änderungsmaßnahmen mit großem Energiesparpotential:

Bereits der Austausch eines alten Heizkessels kann den Verbrauch um 30 Prozent senken, selbst bei jüngeren Modellen lohnt sich die Investition von etwa 5.000 Euro, da selbst dabei 10-15 Prozent der Energiekosten eingespart werden können.

 

Zusätzlich sollte das Haus mit Hilfe eines Spezialstoffes (oder aber auch etwa 6,5 Zentimeter Nadelholz oder 105 Zentimeter Massivbeton) gedämmt sein. Eine derartige Umstrukturierung kostet je nachdem, welcher Dämmstoff verwendet werden soll, zwischen 90 und 200 Euro pro Quadratmeter. Danach ergibt sich jedoch ein Energieverbrauch, der sich um rund 110 Kilowattstunden im Jahr reduziert hat. Bei einer Dämmung der gesamten Außenwände liegen dabei jedoch zwischen insgesamt 10 000 und 25 000 Euro. Der Kosten-Nutzen-Faktor beläuft sich auf das gleiche wie beim Austausch eines Heizkessels.

 

Kann die Fassade nicht geändert werden, kann eine Wärmedämmung auch von innen erfolgen. Zusätzlich kann eine Wärmedämmung der Fensterrahmen erfolgen, wenn diese erneuert werden, was wiederum ein Ersparnis von 210 Kilowatt im Jahr zur Folge hat.

 

Abschließend lässt sich festhalten: Energiesparmaßnahmen wie Wärmedämmung kosten kein Geld, denn die Ersparnisse dadurch sind enorm, sondern erfordern nur die Umstellung des eigenen Verhaltens. Ein auf Kippe gestelltes Fenster statt dem Stoßlüften, das Absenken der Zimmertemperatur um 1 Grad Celsius kann bereits eine Ersparnis von 6-8 Prozent zur Folge haben.

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